Mehr aus dem Jahresendspurt machen: 5 Erkenntnisse aus unserer Fundraisingstudie
Für viele gemeinnützige Organisationen beginnt jetzt die wichtigste Phase des Fundraising-Jahres. Rund um Weihnachten steigt die Spendenbereitschaft deutlich. Unsere Fundraisingstudie zeigt: 2025 fanden rund 27 % aller jährlichen Online-Transaktionen im Dezember statt. Damit bietet der Jahresendspurt großes Potenzial, um zusätzliche Unterstützung für Deine Mission zu gewinnen.
Doch wie kannst Du dieses Potenzial möglichst gut ausschöpfen? Welche Zahlungsarten bevorzugen Spendende? Welche Rolle spielt das Smartphone? Und wie kannst Du Deine Kampagnen auch mit begrenzten Ressourcen wirkungsvoll gestalten?
Wir bei der FundraisingBox haben für unsere Studie „Wirksame Muster im digitalen Fundraising“ die anonymisierten Transaktionsdaten von mehr als 2.100 gemeinnützigen Organisationen aus den Jahren 2023 bis 2025 analysiert. Ergänzend haben wir Expert*innen zu aktuellen Entwicklungen und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Fundraising befragt.
Aus diesen Erkenntnissen haben wir fünf praktische Tipps zusammengestellt, mit denen Du Dein Weihnachtsfundraising in den letzten Wochen des Jahres gezielt stärken kannst.
#1 Nutze die hohe Spendenbereitschaft im Dezember gezielt
Weihnachten ist ein besonderer Spendenanlass. Viele Menschen möchten zum Jahresende etwas Gutes tun und gemeinnützige Projekte unterstützen. Wie stark sich das auf das Spendenverhalten auswirkt, zeigen unsere Daten: Rund 27 % der jährlichen Online-Transaktionen entfielen 2025 auf den Dezember. Besonders mittelgroße und große Organisationen verzeichneten in dieser Zeit deutliche Zuwächse.

Für Dein Weihnachtsfundraising bedeutet das: Es lohnt sich, Deine Unterstützer*innen gerade jetzt gezielt anzusprechen und ihnen konkrete Möglichkeiten zum Spenden zu bieten. Dabei kommt es vor allem auf eine überzeugende Kampagnenbotschaft an. Zeige, welche Herausforderung Deine Organisation angeht, was die Unterstützung bewirkt und warum eine Spende gerade jetzt wichtig ist.
Plane außerdem mehrere Kontaktpunkte bis zum Jahresende ein. Eine erste Spendenmail kann Deine Kampagne vorstellen, während weitere Nachrichten über den Fortschritt informieren, konkrete Wirkung zeigen oder kurz vor Weihnachten noch einmal zur Unterstützung aufrufen.
Unser Praxistipp: Überprüfe Deinen Kommunikationsplan für die verbleibenden Wochen. Gibt es noch Gelegenheiten, Deine Kampagne stärker sichtbar zu machen? Nutze beispielsweise Newsletter, Social Media und Deine Website, um auf Deine Mission aufmerksam zu machen. Platziere den Spendenaufruf möglichst nah an den Inhalten, die Deine Unterstützer*innen begeistern.
Mit den Funktionen der FundraisingBox kannst Du Deine Jahresendkampagne auf verschiedenen Kanälen begleiten. Spendenaktionen, QR-Codes oder Spendenbarometer helfen Dir beispielsweise dabei, Unterstützer*innen zu aktivieren und Deine Kampagne sichtbar zu machen.
Weitere Inspiration findest Du in unserem Artikel „5 Wege, wie Dich die FundraisingBox an Weihnachten und Giving Tuesday unterstützt“.
#2 Mach mobiles Spenden so einfach wie möglich
Ob unterwegs in der Bahn, beim Scrollen durch Social Media oder beim Lesen eines bewegenden Projektberichts: Viele Spendenimpulse entstehen auf dem Smartphone. Unsere Studie bestätigt, wie wichtig mobile Endgeräte für das digitale Fundraising geworden sind.

2025 wurden 64 % aller Online-Transaktionen über mobile Geräte durchgeführt. Beim gesamten Online-Spendenvolumen lag der mobile Anteil dagegen bei 48 %. Das bedeutet: Während die meisten Online-Spenden mobil stattfinden, fließen die höheren Spendensummen weiterhin häufiger über Desktop-Geräte.
Für Deine Jahresendkampagne lohnt es sich deshalb, unterschiedliche Spendensituationen zu berücksichtigen. Wer spontan über das Smartphone helfen möchte, erwartet einen schnellen und unkomplizierten Spendenprozess. Wer sich ausführlicher über ein Projekt informiert und einen größeren Betrag spendet, benötigt möglicherweise mehr Informationen und Orientierung.
So optimierst Du Deine Spendenstrecke für mobile Unterstützer*innen
Oft können bereits kleine Anpassungen das Spendenerlebnis verbessern:
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Formular vereinfachen: Frage nur die Informationen ab, die Du tatsächlich benötigst.
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Mobile Darstellung prüfen: Achte auf gut lesbare Texte, große Schaltflächen und eine übersichtliche Darstellung.
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Spendenprozess testen: Spiele den gesamten Ablauf selbst auf dem Smartphone durch. Wie viele Schritte sind bis zur abgeschlossenen Spende nötig?
Genau hier setzt das neue Express Formular der FundraisingBox an. Es ergänzt klassische Spendenformulare um eine besonders schnelle Spendenmöglichkeit. Unterstützer*innen wählen einen Betrag und das gewünschte Spendenintervall und bestätigen ihre Spende anschließend über PayPal. Das Formular lässt sich direkt in Kampagneninhalte integrieren und eignet sich damit besonders für Situationen, in denen der Wunsch zu helfen bereits vorhanden ist.
Wie das funktioniert und welche Einsatzmöglichkeiten sich bieten, erfährst Du in unserem Artikel „Das Express Formular: Spenden im Moment höchster Bereitschaft ermöglichen“.
#3 Biete die Zahlungsarten an, die Spendende bevorzugen
Die passende Zahlungsmethode ist ein wichtiger Bestandteil eines guten Spendenerlebnisses. Denn auch wenn Unterstützer*innen bereits zum Spenden entschlossen sind, möchten sie den Bezahlprozess möglichst einfach abschließen.
Unsere Fundraisingstudie zeigt, welche Zahlungsarten bei Online-Spenden besonders häufig genutzt werden:

PayPal ist damit die meistgenutzte Zahlungsmethode in unserem Datensatz. Gleichzeitig zeigt sich, wie relevant die Lastschrift weiterhin ist: Zusammen entfallen auf beide Lastschriftverfahren 51 % der Online-Transaktionen.
Für Deine Organisation bedeutet das: Eine Auswahl passender Zahlungsmethoden ermöglicht es unterschiedlichen Zielgruppen, auf ihrem bevorzugten Weg zu spenden. Während einige Unterstützer*innen besonders schnelle Online-Zahlungen schätzen, bevorzugen andere die vertraute Lastschrift.
Gerade zum Jahresende, wenn viele Menschen spontan spenden möchten, lohnt sich ein genauer Blick auf die angebotenen Bezahlmöglichkeiten.
Unser Praxistipp: Prüfe vor Deiner Weihnachtskampagne, welche Zahlungsmethoden in Deinen Spendenformularen verfügbar sind. Sieh Dir außerdem Deine bisherigen Transaktionen an: Welche Zahlungsarten nutzen Deine Unterstützer*innen besonders häufig? Diese Erkenntnisse helfen Dir, Dein Angebot an den tatsächlichen Gewohnheiten Deiner Zielgruppe auszurichten.
#4 Nutze den Giving Tuesday für langfristige Unterstützung
Der Giving Tuesday fällt 2026 auf den 1. Dezember und bietet damit einen idealen Anlass, Deine Jahresendkampagne mit einem besonderen Spendenaufruf zu verbinden. Der internationale Aktionstag steht ganz im Zeichen des Gebens und wird von vielen Organisationen genutzt, um auf ihre Mission aufmerksam zu machen.
Unsere Fundraisingstudie zeigt, welches Potenzial darin steckt: Am Giving Tuesday 2025 stieg das Online-Spendenvolumen im Vergleich zum Vorjahr um rund 21 %. Besonders interessant ist jedoch ein anderer Wert: Die Zahl neu eingerichteter Dauerspenden wuchs um rund 89 %.
Das zeigt, dass der Giving Tuesday mehr sein kann als ein Anlass für zusätzliche Einmalspenden. Er bietet auch die Möglichkeit, Menschen für ein längerfristiges Engagement zu gewinnen.
Gerade weil die Aufmerksamkeit an diesem Tag besonders hoch ist, solltest Du Deinen Unterstützer*innen verschiedene Formen des Engagements anbieten. Neben einer einmaligen Spende kann auch eine regelmäßige Unterstützung eine passende Möglichkeit sein, Deine Mission dauerhaft zu fördern.
So nutzt Du den Giving Tuesday über den Aktionstag hinaus
Drei Ansätze bieten sich besonders an:
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Regelmäßige Spenden ermöglichen: Biete neben der Einmalspende auch eine Dauerspende an und zeige, welche langfristige Wirkung damit möglich wird.
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Den Aktionstag mit Deiner Mission verbinden: Erkläre, warum gerade jetzt Unterstützung wichtig ist und was Spendende gemeinsam erreichen können.
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Neue Unterstützer*innen weiter begleiten: Bedanke Dich persönlich, informiere über die Wirkung der Spenden und halte den Kontakt auch nach dem Giving Tuesday aufrecht.
Mit dem CRM und den automatisierten Workflows der FundraisingBox kannst Du solche Kontaktpunkte gezielt gestalten. Beispielsweise lassen sich Dankesnachrichten automatisch versenden oder unterschiedliche Unterstützer*innen anhand ihres bisherigen Engagements ansprechen.
In unserem Giving Tuesday Guide erfährst Du noch mehr zum Tag des Gebens.
#5 Nutze KI, um Deine Spendenkommunikation gezielt zu verbessern
Im Jahresendspurt ist die Aufgabenliste oft besonders lang. Kampagnen müssen vorbereitet, Newsletter geschrieben, Social-Media-Beiträge erstellt und Unterstützer*innen persönlich angesprochen werden. Gleichzeitig sind die zeitlichen Ressourcen in vielen Organisationen begrenzt.
Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, einige dieser Aufgaben effizienter zu gestalten. Wie KI im Non-Profit-Sektor bereits eingesetzt wird, haben wir im zweiten Teil unserer Fundraisingstudie untersucht.
Die Ergebnisse einer ergänzenden Befragung von 29 Teilnehmenden zeigen: 79 % der Befragten nutzen KI bereits für E-Mail-Kommunikation und kreative Texte, 66 % für Marketing und Social Media.
Gleichzeitig gibt es Herausforderungen. 52 % nennen fehlende Zeit für Einarbeitung und Experimente als Hindernis, 48 % mangelndes Wissen oder fehlende Schulungen.
Gerade deshalb lohnt es sich, mit überschaubaren Anwendungen zu starten, die im Fundraising-Alltag direkt unterstützen.
Drei Möglichkeiten, wie Dich KI im Jahresendspurt unterstützen kann
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Spendenmails optimieren: Lass Dir alternative Betreffzeilen oder unterschiedliche Einstiege für Deine Weihnachtskampagne vorschlagen.
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Inhalte für verschiedene Kanäle aufbereiten: Verwandle einen ausführlichen Projektbericht in einen kompakten Newsletter-Text oder mehrere Social-Media-Beiträge.
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Unterstützer*innen gezielter ansprechen: Entwickle verschiedene Textvarianten, beispielsweise für neue Spendende und Menschen, die Deine Organisation bereits seit Jahren unterstützen.
Unser Praxistipp: Nimm Dir eine bestehende Spendenmail vor und lass Dir von einem KI-Tool zwei alternative Versionen erstellen. Gib dabei Deine Zielgruppe, das Kommunikationsziel und die gewünschte Tonalität vor. Prüfe anschließend, welche Formulierungen zu Deiner Organisation passen und Deine Botschaft besonders verständlich vermitteln.
Achte bei der Nutzung von KI darauf, sensible Daten Deiner Unterstützer*innen zu schützen und generierte Inhalte vor der Veröffentlichung sorgfältig zu prüfen.
Fazit: Kleine Optimierungen können Deinen Jahresendspurt stärken
Der Dezember bietet gemeinnützigen Organisationen eine besondere Gelegenheit, Menschen für ihre Mission zu begeistern. Unsere Fundraisingstudie zeigt, wie wichtig dabei das Zusammenspiel verschiedener Faktoren ist: die richtige Ansprache zum passenden Zeitpunkt, eine nutzerfreundliche Spendenstrecke, vertraute Zahlungsarten und die gezielte Entwicklung langfristiger Beziehungen.
Für Deinen Jahresendspurt bedeutet das vor allem: Nutze die verbleibende Zeit, um bestehende Kampagnen gezielt zu verbessern. Schon ein überprüftes Spendenformular, eine zusätzliche Zahlungsmethode oder eine optimierte Spendenmail können dazu beitragen, das Spendenerlebnis für Deine Unterstützer*innen angenehmer zu gestalten.
Und auch über Weihnachten hinaus lohnt sich ein datenbasierter Blick auf Dein Fundraising. Denn die Erkenntnisse aus unserer Studie zeigen: Nachhaltiger Erfolg entsteht, wenn Du Deine Maßnahmen kontinuierlich analysierst, weiterentwickelst und an den Bedürfnissen Deiner Unterstützer*innen ausrichtest.
Noch mehr Erkenntnisse für Dein Fundraising
Wie entwickeln sich Spendenbeträge? Welche Rolle spielen wiederkehrende Spenden? Und welche Chancen bietet Künstliche Intelligenz für gemeinnützige Organisationen?
In unserer Studie „Wirksame Muster im digitalen Fundraising“ findest Du weitere Zahlen, Einordnungen und praktische Handlungsempfehlungen aus der Analyse von mehr als 2.100 Organisationen.



















